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B51 (Deutschland)

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Die Bundesstraße 51 (Abkürzung: B 51) ist eine deutsche Bundesstraße. Sie verläuft in südwestlicher bis südlicher Richtung von Bremen durch Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland bis zur französischen Grenze bei Sarreguemines.

Geschichte Bearbeiten

Die 1932 eingeführte Reichsstraße 51 verknüpfte Teilstrecken mit völlig unterschiedlicher Entstehungsgeschichte.

Der nördlichste Streckenabschnitt zwischen Bremen und Münster wurde von 1809 bis 1813 als schnurgerade Heerstraße für die Truppen Napoleons I. gebaut. Die Straßenabschnitte zwischen Osnabrück und Iburg sowie zwischen Münster und Telgte wurden bereits im 18. Jahrhundert erbaut und in die neugebaute napoleonische Heerstraße integriert, die von Münster aus über Dülmen weiter nach Wesel führte, wobei im Bereich von Dülmen die Straße zur Landstraße L 551 herabgestuft wurde.

In den Jahren 1838 bis 1842 wurde der mittlere Streckenabschnitt von Haltern über Recklinghausen nach Bochum als erste Chaussee im Vest Recklinghausen gebaut. Im dicht besiedelten Bergischen Land wurde die Straße zwischen Remscheid-Lennep und Köln (Wermelskirchener Chaussee) bereits 1775 fertiggestellt.

Der südliche Streckenabschnitt zwischen Köln und Trier wurde 1826 begonnen und 1841 vollendet. Im Saarland wurde bereits im 18. Jahrhundert mit dem Straßenbau begonnen. Die Straße zwischen Völklingen und Bous wurde laut Stadtchronik bereits 1734 fertiggestellt.

Verlauf Bearbeiten

Die Bundesstraße 51 führt von der alten Hansestadt Bremen über das Ruhrgebiet bis ins Saarland und an die französische Grenze nach Lothringen. Die Straße führt so vom Nordwesten zum Südwesten Deutschlands durch fünf Bundesländer und unterschiedliche Landschaften und alte Industriereviere.

Direkt in Bremen südlich der Weser, gegenüber vom Weserstadion, startet die B 51 und führt fünf Kilometer gemeinsam mit der B 6 vor die Tore Bremens ins niedersächsische Brinkum bei Stuhr.

Immer durch die flache, landwirtschaftlich genutzte norddeutsche Tiefebene gelangt die B 51 über Bassum (23 km) und die Kreisstadt Diepholz (42 km) in die norddeutsche Großstadt Osnabrück (110 km). Vor und nach Osnabrück durchquert die Straße die landschaftlich reizvollen Naturparks von Wiehengebirge und Teutoburger Wald – südlich von Osnabrück vierspurig bis zum Dörenberg und weiter durch Bad Iburg und Glandorf bis zur Landesgrenze nach Nordrhein-Westfalen.

Nach 174 km erreicht die B 51 die alte Domstadt Münster, wo neben Osnabrück der Westfälische Friede geschlossen wurde. Auf dem Innenstadtgebiet wurde die B 51 zur vierspurigen Stadtautobahn ausgebaut. Die B 51 wird ab Münster in südlicher Richtung auf 64 km durch die A 43 ersetzt und heißt ab der Ausfahrt Bochum-Riemke wieder B 51. Nun schlängelt sie sich mitten durch Bochum (240 km) und überquert bei Hattingen, einem Städtchen mit einer schönen mittelalterlichen Altstadt, die Ruhr.

Die Straße berührt den Osten Wuppertals, überquert im Ortsteil Langerfeld die B 7 und schlängelt sich durch das reizvolle Bergische Land über Remscheid-Lennep, Bergisch-Born, Wermelskirchen und Burscheid nach Leverkusen und quer durch die Domstadt Köln (311 km), wobei sie kurz hintereinander auch auf die B 8 und die B 9 trifft. Wenige Kilometer hinter Köln wird sie wieder für eine kurze Strecke durch Autobahnen ersetzt, die kurze A 553 und die A 1 – letztere „kennt“ sie schon von Bremen her.

Ab Euskirchen (347 km) ist sie wieder Bundesstraße und führt nun auf fast 100 km quer durch die reizvolle, dünn besiedelte Eifel und über die rheinland-pfälzische Grenze hinaus nach Prüm (409 km) und – wieder auf 32 km durch eine Autobahn ersetzt – nach Bitburg. Die alte, ursprüngliche Strecke verlief ab Prüm durch das Nimstal über Schönecken, Seffern, Bickendorf, Bitburg (jetzt die L 5). Ab Bitburg (441 km) führt sie schließlich in die Römerstadt und Moselmetropole Trier (457 km). Hinter Trier nähert sie sich bis auf wenige Kilometer der Grenze von Luxemburg und stößt bei Saarburg (479 km) auf den Fluss Saar.

Diesen Fluss begleitet sie nun als reizvolle Uferstraße, über die Landesgrenze bei Saarhölzbach ins Saarland, nach Merzig (498 km), Saarlouis (518 km), durch das alte Industrierevier bei Völklingen (Weltkulturerbe) bis Saarbrücken (541 km). Hinter dieser Großstadt verläuft die B 51 weiter entlang der Saar bis zu ihrem Ende an der französischen Grenze bei Sarreguemines (Saargemünd).

Insgesamt legt die B 51 so eine Strecke von 569 km zurück, wobei man die drei Teilstücke, in denen sie durch eine Autobahn ersetzt wurde, nicht unbedingt mitrechnen kann; sie machen etwa 120 km aus.

Überregionale Bedeutung Bearbeiten

Im Verlauf zwischen Bremen und Köln übernimmt die B 51 keine echte überregionale Rolle. Die Bedeutung, die Aufgabe einer Autobahn zu übernehmen, erhält die B 51 erst im Bereich zwischen Köln und Trier. Der schon genannte Autobahnausbau einzelner Teilstücke führt dazu, dass erhebliche Fernverkehrszahlen erreicht werden. Sie stellt die kürzeste und schnellste Verbindung des Kölner Raums mit Luxemburg sowie Lothringen dar. Diskussionen um Einbeziehung in die LKW-Maut sowie zeitweise Sperrung für den Schwerlastverkehr, wie dies z. B. bei der B 3 in Nordhessen erfolgreich gehandhabt wird, sind ohne Ergebnis.

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