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B2 (Deutschland)

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Die Bundesstraße 2 (Abkürzung: B 2) ist mit nahezu 1.000 Kilometern die längste und eine der ältesten Bundesstraßen Deutschlands. Sie durchquert Deutschland in Nord-Süd-Richtung von der deutsch-polnischen Grenze bei Schwedt bis zur deutsch-österreichischen Grenze bei Mittenwald.

Geschichte Bearbeiten

Die B 2 verläuft im Nordosten Deutschlands beginnend durch die Bundesländer Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen und Bayern. Zwischen Leipzig, Gera und dem thüringischem Vogtland entspricht sie in etwa dem Verlauf der historischen „Reichsstraße“ Via Imperii (Straßennamen in Leipzig und Gera). Zwischen Berlin und Nürnberg verläuft sie im Wesentlichen nahezu parallel zur A 9.

Nach dem Anschluss Österreichs im Dritten Reich (1938) wurde die Brennerstraße ScharnitzZirlInnsbruckBrenner bis 1945 ebenfalls als Reichsstraße 2 geführt.

Regionaler Streckenverlauf und Sehenswürdigkeiten Bearbeiten

Brandenburg Bearbeiten

Die B 2 beginnt an der polnischen Grenze im Bundesland Brandenburg.

Rosow – Schwedt Bearbeiten

Bis 1945 begann die jetzige Bundesstraße 2 als Reichsstraße 2 in Danzig. Als Ergebnis des Zweiten Weltkriegs beginnt sie seit 1945 am Grenzort Rosow wenige Kilometer südlich des Autobahngrenzüberganges der A 11. Durch die Stadt Gartz (Oder) und den Schwedter Ortsteil Vierraden führt sie an Tabakpflanzungen vorbei in die erdöl- und zelluloseverarbeitende Stadt Schwedt, in der ein Straßenübergang in das polnische Chojna (ehemals Königsberg) abzweigt.

Schwedt – Eberswalde Bearbeiten

Die neue Streckenführung ab Sommer 2006 führt nördlich aus Schwedt, um dann im großen Bogen zwischen Felchow und Dobberzin die alte Straßenführung wieder zu erreichen. Durch eine eiszeitlich geprägte Landschaft wird über die Dörfer Flemsdorf und Flechow der Angermünder Ortsteil Dobberzin erreicht.

Weithin sichtbar ist die Marienkirche der ehemaligen Kreisstadt Angermünde, die durch eine – in den 1960er Jahren erbaute – Ortsumfahrung nordwestlich liegengelassen wird. Hier werden die Bahnstrecken Angermünde ↔ Bad Freienwalde, BerlinStettin und Berlin ↔ Stralsund kreuzungsfrei überquert. Fünf Kilometer mit der Bundesstraße 198 vereint wird – nach weiteren 5 km auf einer baumbestandenen Allee fahrend – Serwest erreicht und kurz danach die elektrifizierte Bahnlinie Angermünde–Berlin gekreuzt, bevor man bis Eberswalde wieder durch Wälder fährt. Vor dem Dorf Sandkrug steht das Kloster Chorin. Ab Sandkrug verläuft die Straße im Eberswalder Urstromtal und kurz vor der Ortslage Eberswalde überquert man den Oder-Havel-Kanal. Hier ist im Jahre 2006 die neue Kanalquerung fertiggestellt und die aus dem Jahre 1912 ersetzt worden.

Eberswalde – Berlin Bearbeiten

Aus dem Urstromtal und damit aus Eberswalde fährt man kurvenreich durch den Eberswalder Stadtforst bis Spechthausen (zu Melchow gehörig). An einer historischen Papiermühle vorbei geht es durch Wälder bis Melchow, wo wieder die Bahnlinie Berlin–Angermünde gequert wird. Kurz hinter Melchow verlässt man den Wald und fährt bis Bernau durch landwirtschaftlich genutzte Flächen, wobei man von Biesenthal über Rüdnitz bis Bernau fast geradeaus fährt.

Berlin Bearbeiten

An der nordöstlichen Stadtgrenze kommt die B 2 im Ortsteil Malchow auf Berliner Stadtgebiet und durchläuft den Stadtstaat komplett in südwestlicher Richtung.

Sie verläuft durch Weißensee und Prenzlauer Berg bis zur historischen Mitte Berlins. Vorbei am Alexanderplatz führt die B 2 nun in Ost-West-Richtung auf der Museumsinsel über die Spree und verläuft Unter den Linden zum Brandenburger Tor. Hier wechselt sie im Ortsteil Tiergarten auf das ehemalige Westberliner Gebiet und heißt Straße des 17. Juni. Vorbei an der Siegessäule und dem Ernst-Reuter-Platz führt sie über den Theodor-Heuss-Platz und die Heerstraße durch den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und später durch Spandau. An der Kreuzung mit der Wilhelmstraße knickt die B 2 in südwestliche Richtung ab, durchquert als Potsdamer Chaussee die Groß-Glienicker und die Gatower Heide und verlässt in Groß-Glienicke Berlin.

Brandenburg Bearbeiten

Aus Berlin kommend durchquert die B 2 nun wieder das Bundesland Brandenburg.

Potsdam – Lutherstadt Wittenberg Bearbeiten

Die Bundesstraße 2 umfährt in einem Bogen den Krampnitzsee und kommt über Neu Fahrland und die sehenswerte Russische Kolonie Alexandrowka nach Potsdam. Nachdem die B 2 das Stadtgebiet Potsdams durch- und die Havel überquert hat, führt sie südlich weiter über Michendorf und Treuenbrietzen.


Sachsen-Anhalt Bearbeiten

Ab der Landesgrenze von Brandenburg verläuft die B 2 nunmehr durch das Bundesland Sachsen-Anhalt

Lutherstadt Wittenberg Bearbeiten

Die neue Bogenbrücke mit einer maximalen Hauptöffnung von 148,2 m ersetzte im Jahre 2000 die alte Elbebrücke von 1888 (die nach der Sprengung 1945 wieder aufgebaut wurde) etwa 300 m östlich des alten Standortes. Am 11. Juli 2006 wurde der letzte Abschnitt der Ortsumgehung Lutherstadt Wittenberg für den Verkehr freigegeben. Diese Umgehung hat laut Bundesverkehrsministerium rund 85 Mio € gekostet, die zum Teil durch die Stadt Wittenberg und die Deutsche Bahn AG aufgebracht wurden.

Lutherstadt Wittenberg - Leipzig Bearbeiten

Auf der Strecke von Wittenberg nach Leipzig wird ein Denkmal von historischer Bedeutung passiert: Am „Lutherstein“ warteten Luthers Schüler auf ihren Lehrer, der von seinen Disputationen mit Johannes Eck aus Leipzig zurückkehrte.

Sachsen Bearbeiten

Nachdem die B 2 Sachsen-Anhalt verlässt, verläuft sie nunmehr durch das Bundesland Sachsen. Man passiert zunächst die Kurstadt Bad Düben, wo eine neu aufgebaute Windmühle zu sehen ist.

Krensitz Bearbeiten

In Krensitz passiert man die Bahnstrecke Halle–Eilenburg.

Krostitz Bearbeiten

Auf dem weiteren Verlauf der B 2 fährt man durch Krostitz, wo man auf der rechten Seite die alten – vom Zerfall bedrohten – Gebäude der Brauerei sehen kann. In einer neuen Anlage wird das Bier „Ur-Krostitzer“ gebraut.

Diese Aussage stimmt so nicht.

Als erstes sieht man von Krensitz nach kostitz reisend das Gewerbegebiet mit der Tankstelle. direkt daneben gelegen ist das Grundstück der ehemaligen Tankstelle welches auch die alte Mühle war. An bedeutenten historischen Stelle löschte der schwedische König Gustav-Adolf seinen Durst mit Krostitzer Bier....

Danach sieht man auf der rechten Straßenseite richtung Leipzig die Hallen der Getreide AG.

An der Ampelkreuzung B2 / S11 befindet sich auf der rechten Seite die Gaststätte "grüne Tanne", diese ist mittlerweile zum Casino umgebaut.

Anschließend sieht man die vom Zerfall bedrohten Gebäude der Krostitzer Malzwerke, diese hat nur indirekt etwas mit der Brauerei zu tun. Die Brauerei selbst befindet sich schon seit vielen hundert Jahren im Krostitzer Ortskern.

Nachdem man Krostitz in südlicher Richtung verlassen hat, gelangt man nach Pröttitz.

Leipzig Bearbeiten

Sachsen-Anhalt Bearbeiten

Bei Pegau verlässt die B 2 Sachsen und führt noch einmal bis Giebelroth durch Sachsen-Anhalt.

Zeitz Bearbeiten

Thüringen Bearbeiten

Das Bundesland Thüringen wird ab der Landesgrenze mit Sachsen-Anhalt von der B 2 in südlicher Richtung durchquert.

Gera Bearbeiten

Unmittelbar an der Landesgrenze erreicht die B 2 das Stadtgebiet von Gera. Sie führt in der Nähe der Stadtteile Hermsdorf, Cretzschwitz und Wachholderbaum entlang nach Langenberg, von wo aus sie mit der B 7 gemeinsam zur Anschlussstelle der A 4 und weiter nach Bieblach verläuft. Nach der Trennung von der B 7 führt die B 2 durch Untermhaus und die westliche Geraer Innenstadt am Gelände der Bundesgartenschau 2007 entlang. Nach dem Abzweig von der B 92 verläuft die B 2 zunächst westlich, dann südlich aus der Gera heraus.

Im weiteren Verlauf führt die B 2 durch Auma und Schleiz. Bis zur Fertigstellung der Saalebrücke im Verlauf der A 9 im Jahre 1966 bildete die B 2 den Grenzübergang Töpen-Juchöh für den damaligen Interzonenverkehr.

Bayern Bearbeiten

Als letztes Bundesland auf dieser Strecke verläuft die B 2 von Thüringen bis zur österreichischen Grenze durch Bayern.

Hof – Bayreuth Bearbeiten

Bayreuth – Nürnberg Bearbeiten

Die B 2 verläuft von Bayreuth in südliche Richtung vorbei am Stadtteil Wolfsbach Richtung Creußen, wo sie direkt durch die mittelalterliche geprägte Ortschaft hindurch führt. Von dort geht es weiter in südliche Richtung über Schnabelwaid bis nach Pegnitz.

Nürnberg – Schwabach Bearbeiten

Seit Mitte der 1980er Jahre ist der Ausbau über das unfertige Autobahnkreuz Schwabach-Roth der A 6 hinaus geplant. Dies ist in der Bevölkerung heftig umstritten, da die geplante Trasse durch die Rednitzniederungen nach der Ansicht des B.U.N.D. einzigartige Gräserlandschaften zerstören würde. Mit der Realisierung des Ausbauplanes würde sich eine Umgehung der Stadt Schwabach ergeben, was eine erhebliche Entlastung des innerstädtischen Verkehrs zufolge hätte. Die Trasse würde dann als B 2a über das kleeblättrige Autobahnkreuz hinaus nach Limbach, Nürnberg-Katzwang und Nürnberg-Reichelsdorf auf den dort bereits für diesen Anschluss vorgesehenen Frankenschnellweg führen, von dort über das Autobahnkreuz Nürnberg-Hafen auf die A 73. Diese Trasse war zunächst als A 77 geplant, deren Realisierung aber zugunsten dieser Version zurückgestellt wurde.

Roth – Donauwörth Bearbeiten

Im Streckenabschnitt zwischen dem Autobahnkreuz Roth A 6 und Donauwörth war die A 77 als vierspuriger Ersatz zur B 2 vorgesehen. Jedoch wurde der Bau der Autobahn zurückgestellt und ein Ausbau der bestehenden B 2 priorisiert.

Vom Ende der vierspurig ausgebauten B 2n (Autobahnkreuz Roth bis Roth) bis Donauwörth finden weitere Baumaßnahmen in Richtung eines dreistreifigen Ausbaus statt. Der Abschnitt Pleinfeld-Süd bis Ellingen-Nord ist bereits dreispurig fertiggestellt. Zwischen Ellingen-Mitte und Weißenburg-Nord ist der vierte Fahrstreifen realisiert, kurz hinter der Kreuzung Dietfurt-Treuchtlingen bis zur südlichen Grenze des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen nach Langenaltheim ist die Fahrbahn ebenfalls dreispurig fertig. Begonnen wurde im Jahr 2005 mit der Errichtung der Ortsumgehung von Röttenbach (Landkreis Roth) im Landkreis Roth.

Vorerst nur geplant, aber im vordringlichen Bedarf eingestellt (geplante Fertigstellung bis 2015) sind die Ortsumgehungen von Untersteinbach und Wernsbach (Landkreis Roth) und Dettenheim Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen sowie der mehrstreifige Ausbau vom Autobahnende bei Roth bis nach Roth-Kiliansdorf.

Projekte, die im weiteren Bedarf stehen, wie z.B. die Ortsumgehung von Dietfurt, werden derzeit nicht geplant. Mit einer Fertigstellung ist dann frühestens nach 2015 zu rechnen.

Donauwörth – Augsburg Bearbeiten

Zwischen Donauwörth und Augsburg ist die B 2 vierspurig ausgebaut. Hier verläuft die Bundesstraße auf oder parallel zur alten Römerstraße Via Claudia Augusta. Sie stellt damit als Teilstück den Ersatz der ursprünglich geplanten A 91 von Füssen nach Feuchtwangen dar.

Augsburg – München Bearbeiten

München – Garmisch-Partenkirchen Bearbeiten

Dieser Teil der B 2 ist auch unter dem Namen „Olympiastraße“ bekannt. Sie wurde 1936 zweispurig fertig gestellt. Auf kürzeren Teilstücken nördlich von Murnau und am Hirschberg ist sie dreispurig. Zwischen München und Starnberg wurde sie durch die Autobahn A 95 und A 952 ersetzt. Die B 2 führt weiter über Weilheim und Murnau nach Garmisch-Partenkirchen. Nördlich von Weilheim bietet sich bei Schloss Pähl ein außergewöhnlicher Panoramablick auf die Alpen. In München bildet die B 2 außerdem den Mittleren Ring, die Bundesstraße 2 R.

Starnberg – Umfahrung – B 2-Tunnel Bearbeiten

In Starnberg ist zur Entlastung seit fast drei Jahrzehnten ein Tunnel geplant, welcher als „B 2 Tunnel“, „Amtstunnel“ oder auch „Entlastungstunnel“ bezeichnet wird. Da dieser Tunnel jedoch ausschließlich der Verbesserung des Verkehrsflusses auf der Nord/Süd-Achse (München/Weilheim) durch die Stadt dient ist dieser Nutzen begrenzt. Leider ist der Nutzen der Umfahrung ebenfalls extrem begrenzt, weshalb sich die Stadt nach reichlicher Überlegung bereits für den Tunnel ausgesprochen hat. In der Starnberger Bevölkerung bilden sich Aktionskreise, welche sich gegen den „B 2–Tunnel“ zugunsten einer B 2-Umfahrung einsetzen (und umgekehrt).
Folgende Links beleuchten das Thema genauer:
Offizielle Homepage der Stadt mit Informationen zum Tunnel
Initiative gegen die Umfahrung mit objektiver Gegenüberstellung zum Thema
Verein gegen den Tunnel
Zustand des Vereins "pro umfahrung"

Wissenswertes Bearbeiten

Der Filmemacher Franz Xaver Gernstl hat der Bundesstraße 2 eine eigene Filmreihe gewidmet und in bislang sieben ein- und zweistündigen Filmen Leute und Städte entlang der Bundesstraße 2 porträtiert.

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