Fandom

Autobahn

B14 (Deutschland)

523Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0 Teilen

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Die Bundesstraße 14 ist eine Bundesstraße, die auf dem Gebiet der Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern verläuft. Bei Fellbach trifft sie auf die B29 , die nach Schwäbisch Gmünd führt.

GeschichteBearbeiten

Die Planungen für eine Fernstraße um Stuttgart reichen bis in die 1930er Jahre zurück. 1936 wurde schließlich die Reichsstraße 14 eröffnet. Seit den 50er Jahren gibt es Pläne für einen streckenweisen Ausbau der Bundesstraße 14. Einige Abschnitte, so zwischen Stuttgart-Vaihingen und dem Heslacher Tunnel sind autobahnähnlich ausgebaut, ebenso der Abschnitt Untertürkheim-Nellmersbach.

Der weitere Ausbau um Backnang herum ist geplant. Der Abschnitt von Nellmersbach bis Waldrems sollte 2010 begonnen werden. Das alte Murrtalviadukt wurde durch einen Neubau ersetzt. Am südöstlichen Viaduktende wird bis Sommer 2015 eine neue Anschlussstelle "Backnang Mitte" gebaut.

BauwerkeBearbeiten

Bedeutende Bauwerke im Verlauf der B 14 sind

Siehe auch Bearbeiten

Aus Wikipedia Bearbeiten

Die Bundesstraße 14 (Abkürzung: B 14) ist eine der langen Bundesstraßen Süddeutschlands und führt durch die Bundesländer wikipedia:de:Baden-Württemberg und Bayern vom wikipedia:de:Bodensee über wikipedia:de:Stuttgart und wikipedia:de:Nürnberg zur tschechischen Grenze.

Verlauf Bearbeiten

Stockach – Stuttgart Bearbeiten

Sie beginnt am Ortsrand von Stockach, etwa fünf Kilometer von der nordwestlichsten Ecke des Bodensees entfernt. Von hier führt sie zunächst in nordwestlicher Richtung durch den Naturpark Obere Donau nach Tuttlingen (23 km), wo sie die noch junge Donau überquert. Nun führt sie auf landschaftlich interessanter Strecke als „Deutsche Uhrenstraße“ am Albtrauf vorbei ins sehenswerte alte Rottweil (51 km).

Hier macht die Straße einen leichten Bogen nach Norden und führt als landschaftlich sehr reizvolle kurvige Strecke am wikipedia:de:Schwarzwald entlang bis wikipedia:de:Horb am Neckar (98 km). Hier überquert die Bundesstraße 14 den wikipedia:de:Neckar in seinem Oberlauf und biegt darauf nach Nordosten ab. Nach 15 Kilometern, kurz vor der Ausfahrt Rottenburg der A 81, wurde die Bundesstraße 14 wegen des niedrigeren Verkehrsaufkommens auf 12 Kilometern Länge zur wikipedia:de:Landesstraße herabgestuft und bis wikipedia:de:Herrenberg (130 km) durch die wikipedia:de:Landesstraße 1184 ersetzt. Nun führt sie wieder als Bundesstraße 14 auf sieben Kilometern Länge zur Ausfahrt wikipedia:de:Gärtringen (eine der wenigen Autobahnausfahrten nach links in Deutschland) der Bundesautobahn 81, wo sie auf 16 Kilometern Länge durch die Bundesautobahn ersetzt wird und direkt in die schwäbische Metropole Stuttgart (164 km) führt.

Am Autobahnende, der Ausfahrt Stuttgart-Vaihingen (153 km), wird die Straße wieder zur Bundesstraße 14 und schlängelt sich bergab als 4-spurige Neubaustrecke nach wikipedia:de:Stuttgart-Heslach und von dort durch zwei Tunnel (Gäubahn- und wikipedia:de:Viereichenhautunnel) sowie den zweispurigen wikipedia:de:Heslacher Tunnel in das Stadtzentrum von Stuttgart.

Interessant ist, dass es kurz nach der Ausfahrt Universität (Richtung A 81) eine Ausfahrt nach links Richtung Gewerbegebiet Vaihingen-Möhringen (zur Nord-Süd Strasse) gibt. Hier war einst ein Autobahndreieck, das Autobahndreieck Stuttgart-Vaihingen geplant. Dies ist noch heute anhand des Streckenverlaufes gut zu erkennen. Richtung Möhringen sollte die A 834 abzweigen. Diese Autobahn wurde nie gebaut, stattdessen wurde auf der gleichen Trasse die Nord-Süd-Straße errichtet.

Stuttgart – Schwäbisch Hall (A6) Bearbeiten

Bis zum Ufer des Neckar stellt die Bundesstraße 14 in Stuttgart die Hauptdurchgangsstraße in West-Ost-Richtung dar. Einst war die relativ gerade Fortsetzung durch Bad Cannstatt über Fellbach bis Waiblingen als B14 ausgeschildert. Seit 1994 verläuft die Bundesstraße 14 jedoch zunächst vereint mit der B 10 am linken Neckarufer entlang. In östlicher Fahrtrichtung stadtauswärts wird dafür im für die Bundesgartenschau 1977 als Einhausung erbauten Schwanenplatztunnel zwischen dem Rosensteinpark und den Mineralbädern rechts in den Berger Tunnel abgebogen. In Gegenrichtung muß jedoch nach passieren des Leuzetunnels auf der B10 an einer Ampel gewendet bzw. scharf links auf die Gegenfahrbahn abgebogen werden, wofür drei Fahrspuren zur Verfügung stehen. Dieser Missstand soll im Zuge von Stuttgart 21 behoben werden.

Nach dem gemeinsamen Abschnitt am Neckar trennt sich die B 14 aber bald wieder von der B 10 und führt über das 1400 m lange, 1994 freigegebene Neckartalviadukt Untertürkheim direkt am neuen Mercedes-Benz Museum am Daimler-Werk Stuttgart-Untertürkheim vorbei, um durch den 1,585 km langen Kappelbergtunnel die Stadt Fellbach zu umgehen. Kurz vor Waiblingen stößt die ehemalige B14 aus Fellbach hinzu, und nach einem ca. 1 Kilometer langen achtspurigen Übergangsbereich zweigt die B 29 ins Remstal ab. Dieser Abschnitt zwischen der Bundesstraße 10 und Waiblingen war bis 1992 als B 312 geplant worden.

Zwischen Waiblingen und Winnenden ist die Bundesstraße 14 schon in den 1970er Jahren vierspurig ausgebaut worden, dieser Abschnitt wurde am 23. Oktober 1979 freigegeben. Die Umgehung von Winnenden wurde erst im neuen Jahrtausend erstellt. Der erste ca. 1,5 km lange Abschnitt über die Zipfelbachtalbrücke bis zur Anschlussstelle Winnenden-Mitte wurde am 27. November 2006 freigegeben und vorübergehend als Bundesstraße 14n bezeichnet. Das nördliche ca. 3,8 km lange Teilstück durch den 1080 m langen Tunnel Leutenbach bis zur Anschlussstelle Winnenden-Hertmannsweiler wurde am 21. September 2009 eröffnet.

Der Planfeststellungsbeschluss zum weiteren Streckenausbau über Waldrems und Maubach bis Backnang (199 km) ist erlassen. Am 23. November 2009[1] begannen Rodungsarbeiten, die europaweite Ausschreibung steht bevor. Frühestens im Sommer 2010 kann mit dem Straßenbau des 1000 m langen Streckenabschnitts bis Waldrems begonnen werden, der Zeitbedarf wird auf ein Jahr veranschlagt. Durch zusätzliche Bundesmittel für den Straßenbau, resultierend aus der höheren Lkw-Maut 2009, konnte der Baubeginn vorverlegt werden.[2] Eigentlich sollte der Abschnitt bis Backnang zur Fußball-WM 2006 fertiggestellt sein. Der anschließende 900 m lange Ausbau mit 135 m langem Tunnel in Waldrems soll weitere drei Jahre dauern.

Die Stadt Backnang wird in großem Bogen westlich umgangen, wobei die Murr mit dem Murrtalviadukt überquert wird. Dieses 1948 provisorisch wieder errichtete Bauwerk wird durch zwei Neubaubrücken ersetzt. Die Arbeiten für die Brücke der 1. Richtungsfahrbahn wurden im September 2009 begonnen. Die Brücke für die 2. Richtungsfahrbahn wird erst dann errichtet werden, wenn finanzielle Mittel für den Weiterbau zwischen Waldrems und Backnang-West freigegeben sind.

Die Landesstraße 1115, die westlich von Backnang an der sogenannten Krähenbachkreuzung von der B 14 abzweigt, dient als Autobahnzubringer zur A 81 AS Mundelsheim. Der geplante dreistreifige Ausbau der Landesstraße ist politisch umstritten, da die Anliegergemeinden Großaspach und Großbottwar eine Vergrößerung des Verkehrsaufkommens befürchten, wenn diese in Verbindung mit der B14 als mautfreie weiträumige Nordostumfahrung von Stuttgart genutzt werden kann. Zudem könnten landwirtschaftliche Fahrzeuge die ausgebaute Strecke nicht mehr befahren.

Durch wikipedia:de:Oppenweiler und wikipedia:de:Sulzbach an der Murr verläuft die Bundesstraße 14 im hier engen Tal der Murr. Ab Sulzbach verläuft die sog. Sulzbacher Steige bis wikipedia:de:Großerlach bergauf, und durchquert anschließend das Tal der Rot vor wikipedia:de:Mainhardt. Dieser fahrerisch interessante Streckenabschnitt im wikipedia:de:Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald ist durch Motorradfahrer und LKW-Testfahrten in die Schlagzeilen geraten. Von der Hochebene führt die B14 in auf einer über einen Kilometer langen, genau in östlicher Richtung geradeaus verlaufenden Rampe hinab in die wikipedia:de:Hohenloher Ebene, und von den Vororten der alten Salz- und Münzstadt wikipedia:de:Schwäbisch Hall (237 km) hinab in das Kochertal.

Ab Schwäbisch Hall verläuft die Bundesstraße 14 gemeinsam mit der wikipedia:de:Bundesstraße 19 im Kochertal in nördlicher Richtung. Während die B 19 weiter in nordwestlicher Richtung zur AS Kupferzell führt, wird der bei Wittighausen abzweigende Autobahnzubringer in nordwestlicher Richtung zur Autobahnanschlussstelle Schwäbisch Hall als B 14 bezeichnet. Dort wird die Bundesstraße 14 wiederum durch eine Bundesautobahn ersetzt – diesmal bis Aurach auf 45 Kilometern Länge durch die wikipedia:de:Bundesautobahn 6. Auf diesem Autobahnstück überschreitet die Straße auch die Landesgrenze nach Bayern (288 km).

Die ehemalige B 14 zwischen Schwäbisch Hall und Aurach wurde zurückgestuft auf die Landesstraßen 2218 und 1066. Der Streckenverlauf führte von der Hochebene östlich von Schwäbisch Hall über Serpentinen hinab ins Tal der Bühler bei Cröffelbach und ebenso kurvig wieder hinauf nach Wolpertshausen und weiter über wikipedia:de:Ilshofen, wikipedia:de:Crailsheim und wikipedia:de:Feuchtwangen zur A6-Anschlussstelle Aurach.

Aurach (A6) – Waidhaus Bearbeiten

Von der Anschlussstelle Aurach führt die B 14 um die mittelfränkische Kreisstadt Ansbach (309 km) – wo sie auf die B 13 trifft – am Naturpark Frankenhöhe vorbei bis in die größte [wikipedia:de:Franken (Region)|fränkische] Stadt, Nürnberg (345 km). Dort trifft sie südlich des Main-Donau-Kanals und der Südwesttangente mit der B 2 zusammen. Gemeinsam münden die beiden Bundesstraßen als Schweinauer Hauptstraße in die Ringstraße B 4R, die die B 14 im Osten als Äußere Sulzbacher Straße und später Erlenstegenstraße wieder in Richtung Lauf a.d.Pegnitz verlässt. Die Stadt Lauf wird über ein Teilstück der A 9 zwischen den Anschlussstellen Lauf und Lauf/Hersbruck umfahren. Sie führt weiter südlich des Naturparks wikipedia:de:Fränkische Schweiz nach wikipedia:de:Sulzbach-Rosenberg (394 km). Weiter hinauf führt die Straße über die wikipedia:de:Naab (430 km) in den Naturpark Oberpfälzer/wikipedia:de:Bayrischer Wald. Das letzte Stück geht es als immer noch von vielen Lastkraftwagen befahrene Bundesstraße die 34 Kilometer bis zur Grenzstation wikipedia:de:Waidhaus und nach Tschechien.

Im Zuge des Neubaus der Autobahn A 6, die die Funktion der B 14 als internationale Fernstraße in Richtung Tschechien übernommen hat (E 50), ging ein ca. 8 km langes Teilstück der Bundesstraße im Streckenverlauf der neuen Autobahn auf oder wurde zur Staatsstraße abgestuft. Seitdem endet die Bundesstraße an der Einmündung in die B 22 bei Wieselrieth an der Anschlussstelle 72 (Leuchtenberg), um weiter östlich in wikipedia:de:Vohenstrauß nahe der Anschlussstelle 74 (Vohenstrauß-Ost) wieder zu beginnen und zum alten Grenzübergang Waidhaus zu führen, der seit der Eröffnung des Autobahn-Grenzübergangs Waidhaus/wikipedia:de:Rozvadov nur noch dem PKW-Grenzverkehr dient.

Die Gesamtstreckenlänge der Bundesstraße 14 beträgt 464 Kilometer. Davon abziehen müsste man die 12 Kilometer Landesstraße sowie 69 Kilometer Bundesautobahn, durch die die alte Bundesstraße 14 auf verschiedenen Zwischenstrecken ersetzt wurde.

Geschichte Bearbeiten

Ursprung Bearbeiten

Die Verbindung zwischen den einstigen Reichsstädten Nürnberg und Prag wurde im 14. Jahrhundert zur Reichsstraße erhoben und als wikipedia:de:Via Carolina bezeichnet. Bei der wikipedia:de:Reichsstraßennumerierung wurde diese historische Route als Teil der R 14 ausgewiesen.

Die Landstraße zwischen Backnang und Schwäbisch Hall wurde wikipedia:de:1848 zu einer wikipedia:de:Chaussee ausgebaut.

Streckenfreigaben der bisher vierspurig ausgebauten Abschnitte Bearbeiten

Frühere Strecken und Bezeichnungen Bearbeiten

Die 1932 eingeführte Reichsstraße 14 führte ursprünglich laut Conti-Atlas von wikipedia:de:1934 von Stuttgart bis zur tschechoslowakischen Grenze, wurde aber etwa wikipedia:de:1937 auf ihre jetzige Länge ab dem Bodensee ausgedehnt. Es wurden dazu u. a. acht württembergische Staatsstraßen (nach dem Stand von 1886) unter einer gemeinsamen Straßennummer verknüpft:

Staatsstraße Länge Verlauf
Nr. 83 52,9 km Stockach - Rottweil (- Tübingen - Stuttgart)
Nr. 86 51,0 km Rottweil - Horb - Ergenzingen (- Tübingen)
Nr. 93 11,6 km Ergenzingen - Herrenberg
Nr. 99 36,2 km (Freudenstadt -) Herrenberg - Stuttgart
Nr. 36  8,4 km Stuttgart - Waiblingen (- Aalen)
Nr. 21 48,9 km Waiblingen - Schwäbisch Hall
Nr. 22 28,9 km Schwäbisch Hall - Crailsheim
Nr. 23  8,8 km Crailsheim - Ansbach

Nach dem Anschluss des wikipedia:de:Sudetenlandes im Oktober 1938 wurde die R 14[3] bis Haid (Anschluss an wikipedia:de:Reichsstraße 92) bzw. Pilsen (wikipedia:de:Reichsstraße 11) verlängert, nach der Besetzung der Rest-Tschechei im März wikipedia:de:1939 bis nach wikipedia:de:Prag.

Quellen Bearbeiten

  1. Startschuss für B14-Weiterbau - Am Montag beginnen vorbereitende Arbeiten entlang der Fahrbahn Richtung Waldrems BKZ 20. November 2009
  2. Verkehrsbauprojekte 2009-2012, aus der Lkw-Maut finanziert (PDF)
  3. [1]


Dieser Artikel basiert auf dem Artikel „Bundesstraße_14“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 31. Januar 2010 um 23:30 Uhr (Permanentlink) und steht unter einer Creative-Commons-Lizenz (CC-BY-SA 3.0). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki