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A5 (Deutschland)

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Die Bundesautobahn 5 (Abkürzung: BAB 5) – Kurzform: Autobahn 5 (Abkürzung: A 5) – ist eine deutsche Autobahn. Sie ist rund 440 Kilometer lang und verläuft vom Hattenbacher Dreieck über Frankfurt, Darmstadt, Heidelberg, Karlsruhe, Freiburg nach Basel in die Schweiz, wo sie in die A 2 übergeht.

Geschichte Bearbeiten

Am 23. September 1933 vollzog Adolf Hitler den ersten Spatenstich für das Teilstück zwischen Frankfurt am Main und Darmstadt. Dieses Teilstück wurde am 19. Mai 1935 eröffnet. Jedoch ist die A 5 nicht die älteste Autobahn, sondern lediglich die erste Reichsautobahn Deutschlands. Die Verbindungsautobahn von Köln nach Bonn (heutige A 555) wurde bereits 1932 dem Verkehr übergeben.

Die A 5 war ursprünglich als „HaFraBa“ von Hamburg über Frankfurt (Main) bis nach Basel als einheitliche Strecke geplant. Im Zuge der Nummerierung der deutschen Autobahnen wurde aber das nördliche Teilstück ab dem Hattenbacher Dreieck Teil der A 7, die von der dänischen Grenze bis zur österreichischen Grenze führt.

Der Abschnitt Ettlingen–Bruchhausen wurde 1955, der Abschnitt Bruchhausen–Baden-Baden 1956 und der Abschnitt Baden-Baden–Bühl 1958 dem Verkehr übergeben. 1959 folgten die Abschnitte Bühl–Achern und Müllheim/Neuenburg–Märkt. 1960 war der Abschnitt Achern–Offenburg fertiggestellt, dem 1961 die Abschnitte Offenburg–Riegel und Freiburg-Süd–Müllheim/Neuenburg folgten. 1962 wurde die Lücke zwischen Riegel und Freiburg-Süd geschlossen, dem 1963 die Strecke zwischen Märkt und Weil am Rhein folgte. Der Abschnitt von Weil am Rhein bis zur Schweizer Grenze wurde erst am 14. Juni 1980 eröffnet.

Mit dem Bau der „Bergstraßenautobahn“ Darmstadt-Heidelberg entstand 1968 in diesem Bereich eine zweite und direktere Verbindung und die A 5 änderte ihren Verlauf, die alte Strecke ist heute Teil der Autobahnen 67 und 6. Im Zuge dieser Baumaßnahme entstand auch die A 659 als Zubringer nach Mannheim.

Am 28. April 2008 wurde die neue Anschlussstelle Rastatt-Süd (50) freigegeben, welche die A 5 mit der neu trassierten B 3 als Ortsumgehung Sandweier verbindet. Mit der Eröffnung von Rastatt-Süd wurde die Anschlussstelle Rastatt in Rastatt-Nord umbenannt.

Ehemalige Planung Bearbeiten

Der Abschnitt vom Hattenbacher Dreieck bis zum Reiskirchener Dreieck trug über viele Jahre die Bezeichnung A 48. Der West- und der Ostteil der A 48 sollten direkt verbunden werden und die A 5 anders trassiert werden. Diese Planung sah vor, die A 5 von Gießen über Marburg, Frankenberg, Warburg, Lemgo, Löhne und Bremen bis nach Nordenham zu führen. Bei Lemgo war ein Autobahnkreuz mit der geplanten Autobahn A 35 vorgesehen. Diese Planungen wurden jedoch 1985 wieder verworfen[1]. Das einzige je gebaute Stück der A 5 nördlich von Gießen ist ein kurzes Stück der B 61 am Dreieck Löhne der A 30. Hier ist die B 61 autobahnähnlich ausgebaut und auch mit blauen Autobahnschildern bestückt. Das kurze Stück Schnellstraße mündet dann in die A 30[2].

Nach dem endgültigen Aus der Planungen für die Verlängerung der A 5 und der mehr als fraglichen Realisierung der Verlängerung der A 48 wurde dem Schema der Autobahnnummerierung folgend die Umnummerierung des Teilstücks von der A 48 zur A 5 vorgenommen. Auswirkungen auf die Nummern der Anschlussstellen hatte dies nicht, da diese Nummern erst später eingeführt wurden.

Aktueller Ausbauzustand Bearbeiten

Die Autobahn ist auf dem nördlichsten Abschnitt zwischen dem Hattenbacher Dreieck und dem Gambacher Kreuz vierstreifig. Nur zwischen Reiskirchen und Homberg (Ohm) stehen in Fahrtrichtung Kassel drei Streifen zur Verfügung. Des Weiteren wurde am Aufstieg zum Rimberg ebenfalls in Richtung Kassel der Seitenstreifen zu einem dritten Fahrstreifen ummarkiert.

Der angrenzende Abschnitt zwischen Gambacher Kreuz und Westkreuz Frankfurt ist sechsstreifig, wobei zwischen der Anschlussstelle Friedberg und dem Nordwestkreuz auf beiden Richtungsfahrbahnen in Spitzenzeiten die Seitenstreifen für den Verkehr freigegeben werden können.

Der weitere Verlauf bis zum Darmstädter Kreuz ist achtstreifig ausgebaut. Lediglich die Hauptfahrbahnen im Frankfurter Kreuz weisen nur drei Fahrstreifen je Richtung auf. Diese beiden Abschnitte nördlich und südlich des Frankfurter Kreuzes gehören zu den wenigen durchgehend achtstreifigen Autobahnstrecken in Deutschland. Zwischen dem Frankfurter Kreuz und der Anschlussstelle Niederrad kann in Fahrtrichtung Norden ebenfalls der Seitenstreifen bei Bedarf freigegeben werden, womit in Summe zeitweise fünf Fahrstreifen befahren werden dürfen.

Vom Darmstädter Kreuz bis zum Kreuz Walldorf ist die A 5 nur noch vierstreifig. Im weiteren Verlauf bis zur Anschlussstelle Baden-Baden sind durchgängig sechs Fahrstreifen unter Verkehr.

Weiter bis zur Deutsch-Schweizerischen Grenze gibt es wieder nur vier Fahrstreifen. Auf den letzten Kilometern auf deutschem Gebiet zwischen Dreieck Weil und der Bundesgrenze stehen in südlicher Fahrtrichtung drei Fahrstreifen zur Verfügung.

Planung und Bau Bearbeiten

Hattenbacher Dreieck bis Frankfurter Kreuz Bearbeiten

Für den nördlichsten Teil der A 5 vom Hattenbacher Dreieck bis Gambacher Kreuz ist im Bundesverkehrswegeplan ein sechsspuriger Ausbau mit dem Status Weiterer Bedarf vorgesehen. Für den Abschnitt südlich des zukünftigen Dreiecks mit der A 49 besteht Planungsrecht.

Im weiteren Verlauf bis zur Anschlussstelle Friedberg ist ein achtspuriger Ausbau ebenfalls im Weiteren Bedarf mit Planungsrecht eingestuft. Ein Ausbau auf acht Fahrstreifen ist für den anschließenden Abschnitt bis zum Nordwestkreuz Frankfurt mit dem Status Vordringlicher Bedarf vorgesehen. Für diesen Abschnitt ist seit Ende 2009 die Generalplanung ausgeschrieben[3].

Da auch der bereits achtspurige Abschnitt zwischen dem Nordwestkreuz Frankfurt und dem Frankfurter Kreuz an seine Kapazitätsgrenze stößt, ist für diese Strecke ein zwölfspuriger Ausbau geplant. Aufgrund der kurzen Abfolge mehrerer Anschlussstellen sollen dort Fern- und Lokalverkehr jeweils eigene Fahrbahnen erhalten. Problematisch an diesem Vorhaben ist, dass die Autobahn in diesem Bereich durch das stark bebaute Gebiet der Frankfurter Stadtteile Griesheim, Gallus und Goldstein führt. Die Planungsarbeiten haben Anfang 2010 noch nicht begonnen.

Darmstädter Kreuz bis Baden-Baden Bearbeiten

Zwischen dem Darmstädter Kreuz und dem Kreuz Walldorf ist ein sechsspuriger Ausbau vorgesehen. Lediglich der südlichste Teil ab dem Kreuz Heidelberg wurde als vordringlich eingestuft. Der Rest ist als Weiterer Bedarf geplant.

Der weitere Verlauf vom Kreuz Walldorf bis zur Anschlussstelle Karlsruhe-Süd soll mit acht Fahrstreifen ausgestattet werden. Die Planung ist ebenfalls mit Status Weiterer Bedarf im Bundesverkehrswegeplan eingestuft.

Der Bau einer zusätzlichen Anschlussstelle Rastatt-Mitte befindet sich im Vorplanungstadium.

Baden-Baden bis Offenburg Bearbeiten

Für den Abschnitt zwischen Baden-Baden und Offenburg begann im Mai 2009 die Planung der Baudurchführung für einen sechsstreifigen Ausbau durch das private Konsortium Via Solutions Südwest[4]. Das Konsortium ist nun für 30 Jahre zuständig für den Erhaltung und Betrieb, Winter- und Reinigungsdienst, Grünpflege, Wartung, Streckenkontrolle und Notdienste, sowie für das damit verbundene Koordinierungs- und Verkehrsmanagement. Eine Anschlussstelle Offenburg-Süd soll ebenfalls neu entstehen.

Im Sommer 2009 begannen die Vorarbeiten. Dabei wurde Wald gerodet und eine Brücke abgerissen. In den darauf folgenden Monaten wurden weitere Brücken abgerissen. Der eigentliche Ausbau begann Anfang 2010. Die Planung sieht vor, dass dieser Abschnitt bis Ende 2013 durchgehend sechsspurig ausgebaut ist[5].

Offenburg bis Schweiz Bearbeiten

Der sechsstreifige Ausbau der A 5 ist weiter bis zum Grenzübergang Weil geplant. Lediglich der Abschnitt von der Anschlussstelle Teningen bis zur Anschlussstelle Freiburg-Mitte ist hierbei vordringlich geplant, der Rest ist im Weiteren Bedarf.

Besonderheiten Bearbeiten

Die Kilometrierung übernimmt diejenige der A 7 von Norden her und beginnt nicht bei 0, sondern bei km 372 (Hattenbacher Dreieck) und hört bei km 814 (Grenze zur A 2) auf, mit einem historisch bedingten Versatz von 2 km an der hessisch-baden-württembergischen Landesgrenze.

Zur Stauverhinderung kann im Großraum Frankfurt auf Teilabschnitten seitens der Verkehrsleitzentrale der Standstreifen als zusätzliche Fahrspur freigegeben werden. Eine Testphase mit 52,5 km Autobahn auf der A 3 und der A 5 begann 2007. Zu diesem Zwecke werden die betroffenen Abschnitte videoüberwacht.

Der Abschnitt Frankfurter Kreuz bis Zeppelinheim/Dreieich gehörte 2007 mit 150.700 Fahrzeugen pro Tag zu den meistbefahrenen Straßen Deutschlands[6].

Die A 5 war die erste Autobahn Deutschlands, bei der ein längerer Streckenabschnitt achtstreifig ausgebaut wurde.

Südlich des Frankfurter Kreuzes unterquert die A 5 die Einflugschneise des Rhein-Main-Flughafens direkt am Anfang zweier Start- und Landebahnen.

Hochgeschwindigkeitsversuche wurden auf der A 5 südlich des heutigen Frankfurter Kreuzes in den 1930er Jahren durchgeführt. Dabei verunglückte am 28. Januar 1938 der Rennfahrer Bernd Rosemeyer tödlich, der zuvor den Geschwindigkeitsrekord von 400 km/h erreicht hatte. Am Parkplatz nach der Ausfahrt Langen/Mörfelden (Streckenkilometer 508) wurde ein Gedenkstein („Bernd-Rosemeyer-Mahnmal“) errichtet.

Teile der A 5 und der A 8 wurden zwischen 1946 und 1951 für die Karlsruher Dreiecksrennen genutzt.

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. IHK-Bielefeld: Die A 33 muss kommen!
  2. autobahnatlas-online.de: A 5 (Bremen–Gießen)
  3. Frankfurter Rundschau - 30. Dezember 2009
  4. Seite des Konsortiums Via Solution Südwest
  5. Staatsanzeiger, Nr. 30 2009, S. 8
  6. Spitzenbelastungen auf bundesdeutschen Autobahnen in Berlin, Köln und Frankfurt. Pressemitteilung vom 13. März 2007


Dieser Artikel basiert auf dem Artikel „Bundesautobahn_5“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 27. März 2010 um 22:00 Uhr (Permanentlink) und steht unter einer Creative-Commons-Lizenz (CC-BY-SA 3.0). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


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