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Autobahn

A45 (Deutschland)

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Die Bundesautobahn 45 (Abkürzung: BAB 45) – Kurzform: Autobahn 45 (Abkürzung: A 45) – ist eine deutsche Autobahn. Sie ist rund 257 Kilometer lang und verläuft vom Kreuz Dortmund-Nordwest mit der A 2 zwischen Bochum und Dortmund hindurch über Hagen, Siegen, Wetzlar, Hanau bis zum Seligenstädter Dreieck mit der A 3.

Geschichte Bearbeiten

Die Planung der Autobahn begann 1957 unter dem damaligen Bundesverkehrsminister Hans-Christoph Seebohm. Sie war die erste Neubaumaßnahme nach dem Zweiten Weltkrieg, die nicht durch Zwänge der vor dem Krieg umgesetzten oder begonnenen Maßnahmen beeinflusst wurde. Anfangs war zudem noch nicht sicher, ob die A 45 überhaupt eine Autobahn werden sollte, denn auch ein Ausbau als Kraftfahrstraße wurde diskutiert. Erst nähere Untersuchungen zeigten, dass der Ausbau nur als Autobahn sinnvoll sei. Im Zuge der Planungen wurden zahlreiche Varianten durchgespielt und wieder verworfen. Gewissermaßen ein Abfallprodukt dieser Planungen ist die Hüttentalstraße bei Siegen, die über weite Strecken eine Variante unter Ausnutzung des Hüttentals aufgreift.

Kreuz Dortmund-Nordwest bis Gambacher Kreuz Bearbeiten

Im Jahr 1963 konnte bereits der erste Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Dortmund-Süd und dem Westhofener Kreuz mit der A 1 freigegeben werden. Nach rund 10 Jahren Bauzeit – und circa 1,5 Mrd. DM – war der weitere Verlauf der Autobahn 1971 bis zum Gambacher Kreuz fertiggestellt. Die nördliche Verlängerung bis zum Kreuz Dortmund-West mit der A 40 wurde 1971, und der weitere Verlauf bis zum Kreuz Dortmund-Nordwest mit der A 2 1974 freigegeben.

Der teilweise sehr aufwendige Bau der A 45 zwischen Dortmund und Gambacher Kreuz wurde im Jahr 1971 fertiggestellt. In diesem Jahr erfolgten hier die letzten Autobahneröffnungen im Bereich um das Kreuz Olpe-Süd zwischen AS Lüdenscheid und AS Freudenberg, sowie um das Wetzlarer Kreuzes (A 480) zwischen den Anschlussstellen Ehringhausen und Wetzlar-Ost.

Gambacher Kreuz bis Seligenstädter Dreieck Bearbeiten

Für die Weiterführung der Strecke bis zur A 3 wurden insgesamt sieben Varianten untersucht. Die Verkehrsfreigabe erfolgte dann abschnittsweise in den Jahren 1976 bis 1978. Durch die mehr an die Landschaft angepasste Linienführung hat die Strecke eine Maximalsteigung von 4 %. Die Bauvorschriften erlaubten wegen der großen Breite des Mittelstreifens einen Verzicht auf die sonst üblichen Leitplanken. Nach mehreren schweren Unfällen, bei denen Fahrzeuge durch Fahrfehler auf die Gegenfahrbahn gekommen waren, wurden auch hier Leitplanken durchgängig nachgerüstet. Generell wurde für diesen Bereich ein breiterer Querschnitt als für den Abschnitt nördlich des Gambacher Kreuzes gewählt. Die 37,50 m breite Trasse beinhaltet unter anderem einen 12,50 m breiten Mittelstreifen, der als Vorleistung für einen möglichen späteren Ausbau auf drei Fahrstreifen pro Richtungsfahrbahn dient. Da die Autobahn aber nie über das Seligenstädter Dreieck hinaus verlängert wurde, und somit auch mehr dreißig Jahre nach Freigabe nur verhältnismäßig schwach frequentiert ist, ist es fraglich, ob dieser Ausbau je stattfinden wird.

Odenwald-Neckar-Alb-Autobahn Bearbeiten

In den 1960er- und 1970er-Jahren war geplant, die A 45 als Odenwald-Neckar-Alb-Autobahn vom Seligenstädter Dreieck über Groß-Umstadt, Michelstadt, Mosbach, Bad Rappenau, südwestlich an Heilbronn und Backnang vorbei, und im weiteren Verlauf als Nordostumfahrung Stuttgarts bis zur A 8 bei Kirchheim unter Teck weiter zu führen. Diese bereits recht weit entwickelte Planung wurde jedoch im Jahr 1979 durch die baden-württembergische Landesregierung aus ökologischen Gründen offiziell aufgegeben.

Nördliche Verlängerung Bearbeiten

Ebenso war eine nördliche Weiterführung der A 45 bis Dülmen mit Anschluss an die A 43 angedacht. Eine Verlängerung als B 474n ist noch immer geplant.

Aktueller Ausbauzustand Bearbeiten

Die A 45 ist von ihrem nördlichen Ende am Kreuz Dortmund-Nordwest auf den ersten rund 8 km vierstreifig mit Seitenstreifen. Ab der Anschlussstelle Dortmund-Hafen steht in Fahrtrichtung Süden bis südlich der Anschlussstelle Lüdenscheid-Süd ein zusätzlicher dritter Fahrstreifen zur Verfügung – größtenteils mit Seitenstreifen. In Richtung Norden ist die Autobahn – mit Ausnahme eines wenige Kilometer langen Teilstücks nördlich des Westhofener Kreuzes – komplett zweistreifig mit Seitenstreifen ausgebaut.

Im weiteren Verlauf bis zum Gambacher Kreuz stehen immer wieder Zusatzfahrstreifen, vor allem an Steigungsstellen, zu den zwei Fahrstreifen pro Richtungsfahrbahn zur Verfügung. Der südlichste Abschnitt der A 45 bis zur A 3 ist durchgängig vierstreifig mit Seitenstreifen. Im Bereich der Parallelführung mit der A 66 – zwischen dem Langenselbolder Dreieck und dem Hanauer Kreuz – insgesamt vier Fahrstreifen pro Richtung zur Verfügung.

Planung und Bau Bearbeiten

Die nördliche Verlängerung der A 45 ist als B 474n im Vordringlicher Bedarf des aktuellen Bundesverkehrswegeplans berücksichtigt.

Ein vollständiger sechsstreifiger Ausbau ist zwischen dem Kreuz Dortmund-West und dem Kreuz Hagen geplant. Da die Richtungsfahrbahn Süd hier bereits komplett über drei Fahrstreifen verfügt, ist logischerweise nur noch die Richtungsfahrbahn Nord im Vordrnglichen Bedarf zu finden.

Für den Abschnitt zwischen dem Gießener Südkreuz und dem Gambacher Kreuz ist ein sechsstreifiger Ausbau als Weiterer Bedarf vorgesehen.

Brückenschäden Bearbeiten

Von 1999 bis 2002 wurde die Dilltalbrücke Haiger wegen Bauschäden durch einen Neubau ersetzt. Seit Anfang 2009 findet der Ersatzneubau der Talbrücke Windelbach statt. Noch kurz vor Baubeginn musste wegen Frostschäden auf der Windelbachtalbrücke die A 45, Richtungsfahrbahn Gießen kurzfristig gesperrt werden.

Im Verlauf der A 45 zwischen dem Gießener Südkreuz und der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen weisen weitere Brücken Schäden auf. Deshalb gilt seit dem 12. Januar 2009 auf zehn weiteren Brücken für Lastkraftwagen ein Tempolimit von 60 km/h in beiden Richtungen, Fahrzeuge mit mehr als 44 Tonnen Gesamtgewicht dürfen weiterhin den Streckenabschnitt nicht passieren [1].

Im gesamten Bereich zwischen Westhofener Kreuz und Gießener Südkreuz sollen in den nächsten Jahren einige Brücken entweder saniert werden, um die Nutzbarkeit für weitere zehn Jahre zu ermöglichen, oder sofort durch Neubauten ersetzt werden [2] [3] [4].

Besonderheiten Bearbeiten

Die Autobahn trägt den Beinamen Sauerlandlinie. Sie wird auch als „Königin der Autobahnen“ bezeichnet, abgeleitet sowohl von der herrlichen Landschaft durch die sie führt, als auch von der Anzahl der Brücken: Auf eine Länge von 257 km entfallen 73 Brücken. Der Streckenverlauf ist durch große Höhenunterschiede geprägt.

Der Abschnitt zwischen Hagen und Meinerzhagen ist aufgrund der klimatischen Gegebenheiten im Winter durch Eis und Schnee, sowie das ganze Jahr über durch Nebel besonders stau- und unfallgefährdet. Seit den 1980er Jahren gibt es auf diesem Steigungsstück an den Talbrücken zwischen Hagen und Lüdenscheid-Nord Taumittelsprühanlagen, sowie ein Verkehrswarnsystem zwischen Lüdenscheid-Süd und Drolshagen.

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Hessische Straßen- und Verkehrsverwaltung – 12. Januar 2009
  2. Frankfurter Rundschau – 21. März 2009
  3. Gießener Anzeiger – 14. August 2009
  4. Der Westen – 5. März 2010


Dieser Artikel basiert auf dem Artikel „Bundesautobahn_45“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 13. März 2010 um 01:42 Uhr (Permanentlink) und steht unter einer Creative-Commons-Lizenz (CC-BY-SA 3.0). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


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